MY WAY

Die Geschichte von Hussein Husseini - einem der überlebt


Ein Film Jakob Gatzka

2019

MY WAY erzählt die Geschichte von Hussein. Nach einem Überfall durch die Taliban flieht seine Familie aus Afghanistan in den Iran. Doch in Ghom gibt es für sie keine Sicherheit. Sein Vater verschwindet spurlos und seine Mutter trifft ihre schwerste Entscheidung: Hussein macht sich auf den Weg. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer langen, gefährlichen Reise von Ost nach West, durch die Türkei, übers Mittelmeer nach Griechenland. Oft einsam, immer auf der Flucht, überlebt Hussein die Unterwelt von Athen und findet seinen Weg nach Deutschland. Wird er die Mutter je wiedersehen?


Wie es anfing

Jakob Gatzka lernte Hussein im Herbst 2012 kennen, als seine Familie ihn und fünf weitere Jungen aus Afghanistan bei sich aufnahm. „Mir war sofort klar, dass die Fluchtthematik mich für einige Zeit beschäftigen würde. Ich wollte alles herausbekommen, was zur Flucht geführt hat und was geschehen war. Über einige Jahre gab ich Hussein Deutschunterricht und es entstand Vertrauen. Soviel, dass er mich 2015 mit in den Iran nahm und mir seine dort lebende Mutter vorstellte. In dem Moment hatte ich bereits begonnen, seine Geschichte zu einem Film zu machen, der auch als Buch erscheinen wird.“


Weitere Infos über den Film

Hussein Husseini ist Angehöriger der ethnischen Gruppe der Hazara. Als Kind musste er aus Afghanistan fliehen und kam in den Iran. Als Jugendlicher musste er den Iran verlassen und kam nach Deutschland. 

Mit Hussein und seiner Kamera reiste der Autor und Filmregisseur Jakob Gatzka in den Iran und lernte die Stationen von dessen früheren Leben und seiner dramatischen Flucht kennen: durch den Iran und die Türkei übers Meer nach Griechenland und in die Hauptstadt Athen, schließlich über den Balkan, bis Hussein im Zug bei Traunstein aufgegriffen wurde… 

Auf dem Weg sprachen die beiden mit Weggefährten und Schleusern. Und sie beobachteten, wie Hussein sich in Deutschland integrierte und eine zweite Heimat fand. Eine Angst jedoch bleibt: Wird Hussein auch diese, seine dritte „Heimat“ verlieren?

Der Film wurde zwischen 2015 und 2018 gedreht. Heute lebt Hussein in der Nähe von Dachau und macht nach erfolgreich abgeschlossenem „Quali“ eine Ausbildung als Pflegehelfer. Er hat einen deutschen Aufenthaltstitel und einen afghanischen Pass. In zwei Jahren soll er, nach erfolgreich beendetem Integrationskurs, einen deutschen Pass erhalten.

Unterstützer_innen

Der Film wurde großteils privat, durch finanzielle Zuwendungen von Einzelnen, sowie mit Unterstützung der gemeinnützigen BUXUS STIFTUNG GmbH realisiert. Der Videogeräteverleih Nürnberg (Karl Wittmann) half bei der Entstehung mit.

 

Jakob Gatzka studierte Germanistik und Philosophie, war Gasthörer an der Hochschule für Fernsehen und Film München, Mitarbeiter von Regisseur Dominik Graf und einer Agentur, sowie Fernsehautor (Soko Wismar, ZDF).

 

Wenn Sie unabhängige Recherchen schätzen und unterstützen, spenden Sie bitte mit dem Stichwort "MY WAY" auf das
Konto der BUXUS STIFTUNG gGmbH: Sparkasse Oberland, IBAN: DE16 7035 1030 0032 2488 66

Die Spenden können steuerlich geltend gemacht werden.

 

 

Für weitere Infos, Gespräche mit Hussein oder um den Film auszuleihen, wenden Sich bitte an:
info@buxus-stiftung.de